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Supplement 2

Portrait eines Großmausohrs (Photo: Schmidt)Die Verbreitung der Fledermäuse (Mamm. Chiroptera) in Schleswig-Holstein und Hamburg

H. Pieper, W. Wilden

Die detaillierte Kartierung der Verbreitung der Fledermäuse von Mitteleuropa wurde im Jahre 1965 durch v. HELVERSEN & PIEPER vorgeschlagen. Seitdem sind in der Zeitschrift "Myotis" eine Reihe von Teilbearbeitungen für die Bundesrepublik Deutschland und Österreich erschienen. (Die Ergebnisse der Kartierung für die DDR im Zeitraum 1945-1970 wurden gesondert publiziert: SCHOBER 1971). ROER & KRZANOWSKI (1976) legten in diesem Rahmen auch eine Erfassung der Fledermaus-Vorkommen in Schleswig-Holstein und Hamburg vor.

Diese Arbeit konnte nur als ein erster Anfang betrachtet werden, zumal sie z B. in der Berücksichtigung der einschlägigen Literatur sehr unvollständig ist und auch eine Reihe von Fehlern enthält.

Aufgrund einer Umfrage durch das Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege Schleswig-Holstein in Kiel konnte HINRICHSEN 1978 (hier fehlt Myotis dasyc-neme als schleswig-holsteinische Art) und 1980 eine Reihe von ergänzenden Angaben machen.

Die von ihm begonnene Arbeit wurde von W. WILDEN im Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege fortgesetzt. Dabei wurde eine umfangreiche Dokumentation des Kenntnisstandes über die Verbreitung der heimischen Fledermäuse in Kooperation mit H. PIEPER angestrebt und die Ergebnisse dieser Bemühungen in der nachfolgenden Zusammenstellung niedergelegt.

Neben einer genaueren Durchsicht der lokalfaunistischen Literatur erwies sich auch die Einbeziehung von Belegmaterial in den Sammlungen in Hamburg, Kiel (Zoologisches Museum und Institut für Haustierkunde) und Flensburg lohnend. (Das Naturhistorische Museum in Lübeck verfügt nach brieflicher Auskunft von Herrn Dr. DIEHL über keine Fledermäuse aus dem Berichtsgebiet). Ferner wurden die seit 1977 neu hinzugekommenen Beobachtungen verwertet. Nicht aufgenommen sind dagegen alle Sichtfeststellungen, gleichgültig von wem sie stammen mögen, obgleich einige Arten auch im Fluge angesprochen werden können (vgl. KLAWITTER & VIERHAUS 1975).

Auch nach Abschluß dieser Verbreitungsübersicht muß die Fledermausfauna von Schleswig-Holstein und Hamburg als durchaus ungenügend bekannt gelten und es kann sogar mit dem Nachweis neuer Arten gerechnet werden. In Mecklenburg (Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg) wurden noch Barbastella barbasteplus (SCHREBER, 1774), die im vorigen Jahrhundert auch in Schleswig-Holstein vorkam (DAHL, 1894,1906), Myotis mystacinus (LEISLER, 1819) und Nyctalus leisleri (KUHL, 1818) gefunden. Diese 3 Arten kommen überdies auch in Niedersachsen vor.

Vergleichende Biotopangaben mit anderen Ländern können zur Zeit nicht gemacht werden, weil darüber noch zu wenig bekannt ist.

An eine Weiterführung des Kartierungsprojektes ist gedacht, und die Autoren sind für ergänzende Angaben und Verbesserungsvorschläge jederzeit sehr dankbar.